Mainzer Wissenschaftsstiftung
 

Januar 2019:

Förderung der Erforschung individueller Krebstherapien an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz:

Jährlich erkranken in Deutschland ca. 500.000 Menschen an Krebs, ca. 220.000 versterben pro Jahr an Ihrem Tumorleiden. Krebs ist mit 25% die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Erfreulicherweise konnten in den letzten Jahren enorme Fortschritte in der Behandlung von Tumorerkrankungen erzielt werden. Insbesondere auf dem Gebiet der Tumorimmunologie konnten neue Therapieverfahren in die klinische Praxis eingeführt werden, welche das Überleben von Krebspatienten signifikant verlängert. Leider sprechen aber nicht alle Patienten gleichermaßen auf Tumorimmuntherapien an. Im Rahmen dieses Projektes wollen wir daher prüfen, ob bestimmte Patienten- und/oder Tumormerkmale ein Ansprechen vorhersagen können. Gleichzeitig wollen wir untersuchen, was die Gründe des Nicht-Ansprechens von manchen Patienten sind. 

Hierfür wollen wir bei Patienten, welche mit einer Immuntherapie behandelt werden, das Tumorgenom sowie die Zellzusammensetzung im Tumor untersuchen. Bei Patienten, welche nicht auf die Therapie ansprechen bzw. welche einen Rückfall erleiden, werden diese Untersuchungen wiederholt und die Daten mit den Ergebnissen der Erstuntersuchung verglichen. Gleichzeitig wollen wir zum Zeitpunkt des Rückfalls das Ansprechen von Tumorzellen auf neue Therapieansätze prüfen, um somit Patienten eine weitere Therapieoption anbieten zu können. 

Die Dr. Erich Neuy und Margrit Howe-Neuy Stiftung und die Mainzer Wissenschaftsstiftung unterstützen das Projekt für zwei Jahre mit 20.000 Euro pro Jahr und drücken fest die Daumen für den Erfolg!